Das maximale Lohnverhältnis von Unternehmen soll höchstens 12:1 betragen, das fordern die JUSO in einer hoffentlich nicht ernst gemeinten Volksinitiative. Es stellt sich vor allem die Frage, weshalb 12 – ich vermute mal fern von jeder ökonomischen Realität – die richtige Zahl ist. Vielleicht weil 12 „ein Dutzend“ ist, oder weil es 12 Jünger gibt, die Jesus um sich versammelt hat. Vielleicht bezieht es sich auch auf die zwölf Sterne der Europaflagge oder auf die Bedeutung dieser Zahl im Islam (am Ende verbirgt sich hinter der Initiative noch eine Botschaft zur Minarett-Initiative).
Vielleicht sollte 12:1 eher eine Mindestforderung sein: Unternehmen müssen dem CEO mindestens das Zwölffache des Tiefstlohns bezahlen, um ein genügend grosses Lohngefälle und die damit verbundenen Leistungsanreize zu schaffen. Diese Anreize wirken sich wiederum positiv auf die Gesellschaft aus, in Form von Produktivität, Innovationskraft und Leistungsbereitschaft.
Die Jungfreisinnigen Baselland haben hier deutlich bessere Vorschläge, die noch in diesem Jahr präsentiert werden.