Die Perversion des CVP-Boni-Vorschlags

28. April 2010 von Philippe C. Mangold

Die CVP schlägt vor, dass Boni über einer gewissen Grenze von der Unternehmung als Gewinn versteuert werden sollten. Ein Problem dabei ist sicherlich die willkürlich festgelegte Grenze. Die Perversion des Vorschlags ist aber, dass genau diejenigen, welche die Boni bezahlen müssen (oder dürfen) auch noch für diese zusätzlichen Steuern zur Kasse gebeten werden. Denn jede Gewinnminderung – sei es durch Löhne oder durch Steuern – geht zu Lasten der Aktionäre.

Diese Willkürsteuer sorgt dafür, dass Aktionäre gleich viel bezahlen müssen wie vorher, aber nur ein kleinerer Teil davon Bonuszahlungen sind. Dabei wird klar, dass dieser Vorschlag nur von Neid und Missgunst getrieben ist. Dem Aktionariat sollte die Möglichkeit gegeben werden, dass sie vernünftig über Entschädigungen befinden können, dort liegt der Kern und gleichzeitig die Lösung des Problems.

2 Kommentare zu „Die Perversion des CVP-Boni-Vorschlags“

  1. Peter Meier sagt:

    Der Kern des Problems liegt nicht beim Aktionariat, sondern bei der Raffgier der Kader. Die Versteuerung macht Sinn. Ein Abwälzen auf die Aktionäre ist nicht möglich. Wie auch?

  2. pm sagt:

    Lieber Herr Meier

    Es handelt sich nicht um eine künstlich generierte Abwälzung, die erfolgt automatisch: Wenn Aktionäre entscheiden, den gleichen Betrag an Boni wie bisher auszuzahlen, dann müssen sie selbst zusätzlich darauf Steuern zahlen, da Steuern vom Gewinn abgezogen werden.

    Aus diesem Grund liegt das Problem bei der Einflussmöglichkeit des Aktionariats: Ihnen gehört der Reingewinn, sie tragen das grösste Risiko und sollten daher auch über Entschädigungen befinden können. Das gegenwärtige System erschwert dies allerdings massiv. Das muss geändert werden, und nichts weiter.

    Freundliche Grüsse

    Philippe Mangold

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