Am Kongress der Jungfreisinnigen Schweiz vom 27. bis 28 Februar 2010 in Luzern wurden die überarbeiteten Positionspapiere zur äusseren und inneren Sicherheit verabschiedet. Unbestritten war, das die Schweiz weiterhin eine Armee, welche die einzige strategische Reserve der Schweiz ist, braucht. Ein intensiv debattierter Punkt war die Frage des Wehrsystems. Dabei standen die folgenden Prinzipien zur Diskussion
- Milizprinzip (wie bisher)
- Freiwillige Milizarmee
- Berufsarmee
- Allgemeine Dienstpflicht
Die allgemeine Dienstpflicht wäre gerechter, da alle in der Schweiz wohnhaften Personen Zivildienst, Zivilschutz oder Militärdienst (nur Männer, schweizer Bürger) leisten müssten. Allerdings würden damit viel mehr Menschen dienstpflichtig, dies wäre kaum finanzierbar.
Die Berufsarmee würden die Bürger von der heutigen Militärdienstpflicht befreien und somit auch die Arbeitgeber entlasten. Allerdings wäre auch diese Variante für einen neutralen Kleinstaat wie die Schweiz nicht finanzierbar.
Bei der freiwilligen Milizarmee wären die Bürger nicht mehr zum Dienst gezwungen. Dies könnte die Motivation der Armeeangehörigen insgesamt erhöhen. Die Arbeitgeber würden teilweise entlastet. Allerdings wäre es kaum möglich genügend Freiwillige zu finden, denn die Arbeitgeber müssten da auch freiwillig mitmachen.
Das heutige Milizsystem verpflichtet die männlichen Bürger zum Militärdienst. Dies ist im Grundsatz nicht liberal und belastet auch die Arbeitgeber. Es ist aber die einige Möglichkeit für einen neutralen Kleinstaat wie die Schweiz eine genügend grosse Armee aufzustellen und zu finanzieren. Weiter bleibt so auch die Verankerung der Armee in der Bevölkerung erhalten. Es entsteht keine Staat im Staat. Aus diesen Gründen haben sich die Jungfreisinnigen Schweiz für die Weiterführung des bisherigen Prinzips entschieden.
Das Milizsystem kann aber nur weitergeführt werden, wenn die Wirtschaft sich weiterhin für dieses System ausspricht. Ich habe das Gefühl, viele Arbeitgeber interessieren sich nicht mehr dafür, ob jemand Dienst geleistet hat oder nicht.
Gebe dir absolut recht. Hinzu kommt noch, dass es für viele Arbeitgeber heute ein “Jobkiller” ist, wenn man noch WK’s leisten muss! Sogar die FH, an die ich gehen möchte, schreibt in ihrem Anmeldeskript, dass es von Vorteil ist, den militärischen Dienst bereits abgeschlossen zu haben…
@Fischer
Ich hatte während ich an an der FH war nie Probleme die WKs zu verschieben.
@Olivier
Da sieht es je nach Firma bzw. Branche sehr unterschiedlich aus. Aber es hängt auch davon ab, wie effizient die Zeit im WK von der Armee genutzt wird. Da muss sich die Armee noch verbessern. Ich bin überzeugt dann wird sich die Bereitschaft sowohl bei den Dienstpflichtigen als auch bei der Wirtschaft erhöhen.