Nationalrat Lumengo habe bei zwei Wahlen betrogen und Wahlzettel anderer Personen ausgefüllt, so zumindest lautet der mediale Vorwurf. Aber nein, Herr Lumengo hat nur neutral beratend zur Seite gestanden und den Wählerwillen auf Papier verewigt. Genau diese Verewigung holt ihn nun ein.
Es ist völlig irrelevant ob er wirklich den Wählerwillen niedergeschrieben hat. Der Punkt ist, dass er möglicherweise den Wählerwillen von vielen Personen während seiner wohlwollenden Hilfsaktion erfahren hat und nur denen beim ausfüllen geholfen hat, die ihm und seiner Partei gegenüber eher wohlgesinnt waren. Den anderen hat er damit möglicherweise das Wählen faktisch verunmöglicht. Diese Selektion wäre eine Sauerei und seine Stellungnahme lässt meine Interpretation zu. Konsequenterweise ist es notwendig, dass er seinen Arbeitsplatz verlässt.
Falls jemand Hilfe beim Ausfüllen benötigt, kann sich die betreffende Person gerne auch bei den Jungfreisinnigen (info@jfbl.ch) melden. Hier werden Sie geholfen.