Heute überwies der Nationalrat zwei Motionen bezüglich “Killerspiele” an den Bundesrat. Die eine Motion stammt von CVP- Nationalrat Norbert Hochreutener, der “den Verkauf von Spielen mit gewalttätigem Inhalt an Kindern und Jugendlichen” verbieten möchte. Diese Motion wurde sogleich vom Ständerat mit 27 zu 1 Stimme angenommen und dem Bundesrat übergeben. Bedenken gab es jedoch bei der zweiten Motion der Nationalrätin Evi Allemann (SP). Sie fordert eine rigoroses Verbot von Produktion bis über Verkauf solcher Computerspielen. Trotz grossen Bedenken wurde auch dieser Vorstoss an den Bundesrat überwiesen.
Wieder einmal wurden Themen von Leuten diskutiert, welche in keiner Beziehung oder Abhängigkeit mit einem Sachverhalt stehen. Es ist für mich unklar, woher der National- und Ständerat die Ignoranz haben , solch’ ein Thema ernsthaft zu diskutieren und zusätzlich Verbote und Regelungen zu entscheiden können. Zudem frage ich mich, wer von diesen 246 Parlamentariern jemals ein “Killerspiel” oder ähnliches gespielt hat. Trotz alle dem hoffe ich, dass der Bundesrat einen vernünftigen Entscheid fällen und nicht Tausende von Spielern entmündigen wird.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/killerspiele_staenderat_motion_1.5245495.html