Archiv für Dezember 2009

Flug 253 nach Detroit und Individuen als Helden

28. Dezember 2009 von Philippe C. Mangold

Seit Ende 2001 wurden Milliarden Franken in die Verhinderung von Terroranschlägen und zur Verbesserung der nicht technisch bedingten Flugsicherheit investiert. An Weihnachten waren es aber nicht Metalldetektoren, Gepäckdurchleuchtungen oder teure Geheimdienste, die den Tod von Hunderten von Menschen verhindert haben. Es waren aufmerksame und mutig handelnde Passagiere und Besatzungsmitglieder!

Dies zeigt die Bedeutung und Wichtigkeit von Individuen und dass eben nicht alles staatlich reguliert und vorgeschrieben werden kann. Leider scheint die falsche Lektion gelernt worden zu sein: Neue Vorschriften besagen, dass Passagiere eine Stunde vor der Landung auf dem Sitz verharren müssen und nicht mehr aufs Handgepäck zugreifen können. Der Vorfall hat aber gezeigt, dass Individuen durchaus mit so einer Situation fertig werden können.

Soziales Auffangnetz

13. Dezember 2009 von Philippe C. Mangold

Die Bedeutung des sozialen Auffangnetzes (insbesondere der Arbeitslosenversicherung) liegt nicht nur im Gutmenschentum sondern trägt zum Wirtschaftswachstum bei. Arbeitnehmer sind dann nicht mehr existentiell auf ihre Arbeit angewiesen und stemmen sich daher auch nicht mit aller Kraft gegen mögliche Entlassungen (was anders wäre, wenn man befürchten müsste zu verhungern).

Dies hat den positiven Effekt, dass der der Druck auf staatliche Stellen NICHT zu Rettungsaktionen zu greifen verringert wird. Dies ist langfristig äusserst positiv, da so ein hoher Grad an „kreativer Zerstörung“ möglich wird; also der Verschiebung von Arbeitskraft und Kapital von unproduktiven zu produktiven und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen.

Ein Beispiel wie man es nicht machen sollte ist die Rettung der Autoindustrie in den USA. Arbeitsplätze werden nur kurzfristig und vordergründig gerettet. Der hauptsächliche Effekt ist aber das Fortführen eines schlechten Geschäftskonzepts, was langfristig für die Ökonomie schädlich ist.