Archiv für September 2009

Kinderfernsehen mit Billaggebühren

11. September 2009 von Alexander Fischer

Zur Zeit moderieren im Schweizer Fernsehen (SF) Kinder von 12 Jahren diverse Sendungen. Hääärzig – werden jetzt viele sagen. Jaja, das mag schon sein! Aber wenn man das Ganze mal nüchtern betrachtet, muss gesagt werden, dass sich das Fernsehangebot des SF zunehmend verschlechtert. Nicht nur, dass Fussballspiele der Super League seltener übertragen werden, müssen nun Kinder die Tagesschau, die Sendung PULS und weitere Sendungen moderieren. Was soll das? Wir sollen für das auch noch Gebühren bezahlen?

Wir sind uns einig, man muss den Kinder und Jugendlichen eine Plattform bieten, denn von alleine können sie sich kein Gehör verschaffen, oder dann nur negativ! Aber dies könnte auch anders erreicht werden. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) veranstaltet regelmässig Jugendsessionen in Bern. Bei diesen diskutieren Jugendliche über Themen der Jugendgewalt, über gefährliche Internetinhalte oder über Häusliche Gewalt.

Ausserdem hat das SF angekündigt die Gebühren zu erhöhen und mehr Werbung zu senden; auch hier frage ich mich, wie das rechtzufertigen ist! Nebenbei werden die Billetpreise der SBB erhöht und die Krankenkassengebühren, sowie die Sozialversicherungsbeiträge, werden woll kaum sinken. Unserer Jugend wird ein enormer Schuldenhaufen hinterlassen, wenn sich nicht drastisch was ändert!

Intressant auch die Diskussionen hier: http://www.blick.ch/unterhaltung/tv/ana-macht-sf-zum-schnuegel-fernsehen-127999

Angstmacherei “der anderen Seite”

4. September 2009 von Philippe C. Mangold

Interessant ist, dass genau die Parteien, welche die SVP wegen “Angstmacherplakaten” als primitiv kritisieren genau mit der gleichen Technik versuchen, die nächsten Abstimmungen zu gewinnen. Plakate und Stellungnahme schüren die Angst davor, dass die AHV bald zahlungsunfähig sein soll. Das verursacht teils existenzielle Ängste, ist aber völliger Quatsch.

Die AHV ist eine Verbindlichkeit des Bundes — ob juristisch so fixiert oder nicht ist völlig egal — und notfalls werden die laufenden Ausgaben der AHV mit Staatsschulden beglichen. Das ist zwar nicht die eigentliche Idee, wird aber so gehandhabt werden.

Trotzdem wird scheinbar schamlos die Angst verbreitet, dass bei einem NEIN zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer am 27. September 2009 die Zahlungen nicht mehr geleistet werden können. Schade, dass das Niveau derart tief sein muss und nur noch mit Angst Politik gemacht wird.