So schnell können sich Regeln und Auffassungen ändern. Insbesondere wenn es um die eigenen Interessen geht. Noch vor den Gesamterneuerungswahlen des Bundesrats im Dezember 2003 hat die CVP äusserst aggressiv die Meinung vertreten, dass eine Partei nicht eine Einerkandidatur vorschlagen darf, da dies “Erpressung” sei und die demokratischen Grundwerte erschüttere. Diese Argumente wurden kürzlich — anlässlich der Ersatzwahl von BR Schmid — bis zum Exzess wiederholt. Heute hat nun die CVP eine Einerkandidatur beschlossen.
Man höre und staune und beurteile auf dieser Grundlage die Glaubwürdigkeit dieser Partei als Mitglied der Regierung.