Archiv für Juli 2009

Die Jungfreisinnigen

14. Juli 2009 von Philippe C. Mangold

Der heute (14. Juli 2009) publizierte Artikel in der BZ mit dem Titel „Jungfreisinnige geben sich eher jung als freisinnig“ scheint einige wichtige Punkte der JFBL (so die offizielle Abkürzung der eigenständigen Partei) auszublenden. Sicherlich hängt vieles vom individuellen Verständnis der Begriffe „freisinnig“ und „liberal“ ab. Die JFBL beurteilen jedoch immer alle gesellschaftlichen Vorgänge nach dem Grundsatz, dass die individuelle Freiheit von Personen nur insofern eingeschränkt werden darf, als unbedingt notwendig für ein sinnvolles und konstruktives Zusammenleben. Diesen Leitgedanken wenden die Jungfreisinnigen konsequent an und dürfen sich daher zu Recht als liberale Partei bezeichnen!

Das Credo des Individualismus zeigt sich auch im Demokratieverständnis: Nur weil sich andere Parteien und das Stimmvolk am Ende anders entscheiden lohnt es sich trotzdem für die wahren liberale Werte zu kämpfen.

Die Jungfreisinnigen bringen in aktuelle Diskussionen innovative Punkte ein, die nicht vergessen werden dürfen. Beispielsweise, dass Fotos von einem Richter geprüft werden müssen, bevor mutmassliche Straftäter an einen Internetpranger gestellt werden. Dies dient zum Schutze jedes Bürgers, solange nicht ein gefestigter Tatverdacht vorliegt. Für jeden Einzelnen gilt zu bedenken, dass auch bei der privaten Fotosammlung Bilder vorhanden sind, die eine Situation zu zeigen scheinen, die so nie geschehen ist.

Die Jungparteien als neue Stärke!

13. Juli 2009 von Alexander Fischer

Bei den Abstimmungen zu den Biometrischen Pässen hat man gesehen, wie viel die Jungparteien in der heutigen politischen Welt ausmachen. Nur durch das Engagement dieser jungen Leute konnte so ein knappes Resultat erzielt werden. Das heisst für mich auch, dass mehr Junge Leute abstimmen und wählen gehen! Dies ist sehr positiv, jedoch reicht dieser Anteil noch bei weitem nicht!

Ich mache mir bis zu den kommenden Abstimmungen zur Aufgabe, weitere Jugendliche dazu zu bewegen, abstimmen zu gehen. Es ist nicht zu letzt genau ihre Zukunft über die wir entscheiden! Aber wie kann ich diese Gleichgültigkeit von jungen Menschen, gegenüber „langweiligem politischem Kram“ durchbrechen? Zuerst werde ich mit meinen Freunden und Kollegen reden, herausfinden, warum sie dies nicht interessiert. Durch ein solches Gespräch konnte ich schon viele zum abstimmen bewegen.

Weiter werde ich mit meiner Partei versuchen, in einem gemeinsamen Projekt mit anderen Jungparteien, Jugendliche und junge Menschen an die Urne zu holen. Wie ich das anstellen werde, steht noch in den Sternen geschrieben. Jedoch sei gesagt, dass ich alles tun werde, dass auch diejenigen über die Zukunft abstimmen, die es betrifft…

Wir verurteilen die Methode des Prangers

13. Juli 2009 von Alexander Fischer

Die Jungfreisinnigen Baselland verurteilen aufs Schärfste die Methoden der Strafverfolgungsbehörden via Internet mutmassliche Täter anzuprangern. Öffentliche Fahndungsfotos dürfen nach Ansicht der Jungfreisinngen Baselland nur durch gerichtliche Anordnung und bei schweren Straftaten erfolgen. Die Unschuldsvermutung gilt auch im Falle einer möglichen Ausschreitung. Methoden wie sie im Mittelalter angewendet wurden haben im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren. Ein Foto im Internet steht da für die Ewigkeit, da es nicht einfach nur gelöscht werden kann. Dies kann somit das Leben
Unschuldiger erschweren oder gar zerstören. Die Jungfreisinnigen Baselland sind deshalb der Ansicht, dass solche Strafverfolgungsmethoden ohne gerichtliche Anordnung nicht mehr weiter angewendet werden dürfen.

Gründung der Piratenpartei

13. Juli 2009 von Alexander Fischer

Im Kindergarten haben die Meisten auch immer „Piraten“ gespielt, doch was lustig klingt soll offenbar einen ernsten Hintergrund haben. Einige der Anliegen und Sorgen der Piratenpartei teilen die Jungfreisinnigen BL schon seit Jahrzehnten. Wichtige Themen wie individuelle Freiheit, die nicht unnötig eingeschränkt werden soll, Datenschutz und strenge Begrenzung staatlicher Überwachung sind zentrale Themen der Jungfreisinnigen.

Allerdings scheint der Fokus der Piratenpartei dann in Richtung Anarchie abzudriften. Die Forderungen nach Aufhebung des Urheber- und Patentrechts sind eindeutig falsch. Privatpersonen und Unternehmen müssen in der Lage sein ihre Erfindungen vor Nachahmern während einer bestimmten Zeitspanne zu schützen. Ansonsten fehlen die Anreize zur Entwicklung und folglich finden kaum technologische Innovationen mehr statt.

Insgesamt bietet die neue Partei keine Vorteile gegenüber den Jungfreisinnigen, sondern nur einige anarchistische Ideen, die der Gesellschaft insgesamt schaden werden.

Schüler an die Kette!?

12. Juli 2009 von Alexander Fischer

Die tragischen Vorkommnisse mit Küsnachter Schülern in München haben den Ruf nach mehr Informationen betreffend Straffälligkeiten über Schülerinnen und Schüler aufkommen lassen. Leider stellt niemand die Frage, was mit diesen Informationen geschehen soll. Müssen Lehrpersonen Schüler anketten, damit sie keine Probleme verursachen? Darf man dann Schüler gar nicht mehr auf Schulreisen mitnehmen? Oder wollen am Ende Lehrpersonen gar nicht mehr Informationen, da sie in einem Schadenfall Verantwortung übernehmen müssten?

Eine Lehrperson muss seine Schülerinnen und Schüler jederzeit objektiv beurteilen können. Dies darf nicht durch Strafregisterauszüge vernebelt werden. Gelangen derartige Informationen zu den übrigen Schülern so kann auch eine soziale Ausgrenzung stattfinden.

Am Ende stellt sich dann noch die Frage, ob Schülerinnen und Schüler, bzw. deren Eltern, nicht auch über Verurteilungen der Lehrpersonen informiert werden müssen. Besonders in Fällen betreffend Pädophilie oder sexuelle Belästigung.

Aus diesen Gründen stehen die Jungfreisinnigen Baselland einer Informationsweitergabe an Lehrpersonen kritisch gegenüber.