Abstimmungsparolen 7. März 2010

19. Januar 2010 von Alexander Fischer

Die Jungfreisinnigen Baselland trafen sich am 18. Januar 2010 zu ihrer Generalversammlung, um über die Abstimmungsthemen vom 7. März 2010 zu debattieren.

Kontrovers diskutiert wurden vor allem die Initiative zum Tierschutzanwalt und die kantonale Vorlage zur Änderung des Gastgewerbegesetzes. Die JFBL sehen nicht ein, warum der Bund mit einem Gesetz die Kantone zu etwas zwingen will, was bereits jetzt kantonal möglich ist, somit lehnt sie die Tierschutzanwalts-Initiative ab. Prävention bei Alkohol ist aus Sicht der JFBL ein wichtiges und dringendes Thema in unserem Kanton. Dies jedoch durch mehr Bürokratie und Einschränkungen in Gastrobetrieben zu erzwingen, ist der falsche Weg. Besser wäre hier ein verschärftes Bussensystem, für Betriebe, die Alkohol an unter 16-Jährige ausschenken.

Befürwortet wird der Verfassungsartikel über die Forschung am Menschen. Einstimmig unterstütz die JFBL die Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6.4%. Für eine langfristig sichere und stabile 2. Säule ist eine Senkung unausweichlich. Die Jungen sollen nicht wegen Forderungen der Gewerkschaften bluten, deshalb empfehlen die Jungfreisinnigen ein JA zur Senkung des BVGMindestumwandlungssatzes am 7. März 2010.

Rentenloch verhindern!

11. Januar 2010 von Alexander Fischer

Am 7. März 2010 wird über die Senkung des Umwandlungssatzes von 7% auf 6.4% abgestimmt. Bereits 2003 wurde beschlossen den Mindestumwandlungssatz auf 6.8% zu senken. Da aber die Lebenserwartung seit dem gestiegen sind, und die Renditen der Pensionskassen immer magerer ausfallen, reicht dies nicht mehr aus. Der Bundesrat hat hier das Problem früh erkannt und sich nicht auf Spielchen ausgelassen. Ab 2016 soll der neue Umwandlungssatz gelten.

Würde diese Anpassung des Umwandlungssatzes nicht gemacht, wären unsere Pensionskassen und ihre Versicherten gefährdet! Auf keinen Fall wollen wir die Pensionskassen dazu verleiten, hohe Risiken mit ihren Anlagen einzugehen und somit das angesparte Kapital der Rentner aufs Spiel zu setzten. Die Gegner sprechen von einem volkswirtschaftlichen Schaden, dies zeugt davon, dass sie das Problem überhaupt nicht verstanden haben. Müssten Arbeitnehmer und junge Leute, mit einem knappen Budget, mehr bezahlen, würde das einen grösseren Schaden anrichten! Und würde dieser Abgabesatz einmal nicht mehr genügen, würde man ihn einfach wieder erhöhen?

Nur ein fairer und angepasster Mindestsatz schützt die Renten der 2. Säule für alle langfristig; darum JA zur Senkung des Umwandlugssatzes am 7. März 2010!

Heimspiel für die Jungfreisinngen am 1. Jugendparlament!

10. Januar 2010 von Alexander Fischer

Die Jungfreisinnigen Baselland (JFBL) haben am 7. November am ersten Jugendparlament teilgenommen. Alle Beteiligten haben sehr differenziert und sachlich, objektiv debattiert und viele sinnvolle Vorschläge zuhanden des Regierungsrates erfasst. Am Vormittag konnten die JFBL viele ihrer Gegenanträge zu den, doch eher schwammig formulierten, Anträgen der anderen Parteien, durchbringen. Die JFBL standen im Mittelpunkt der Diskussionen und wurden z.T. hart kritisiert, konnten aber am Ende ihren Ansichten regelmässig mit einer Mehrheit durchbringen.

Die ersten Emotionen gingen beim Thema der Jugendarbeitslosigkeit hoch. Mehr Subventionen durch den Staat konnten von den Jungfreisinnigen verhindert werden. Auch zum Thema Alkoholkonsum bei Jungen konnten die JFBL ihre liberale Position stark machen.

Des Weiteren wird für den Kanton Baselland auf Antrag der Jungfreisinnigen Fraktion (JFF) ein zweiter Ständerat gefordert. Die Regierung des Kantons wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen.

Wegen der mangelnden Vorbereitung anderer Parteien, wurde die Diskussion zur Zusammenarbeit der beiden Basler Kantone unvorbereitet geführt und führte schnell zur Idee deren Fusion. Die JFF haben sich aber klar gegen dieses Vorhaben ausgesprochen.

Die Jungfreisinnigen begrüssen die Weiterführung dieses Jugendparlaments und bedanken sich beim Jugendrat für die professionelle Organisation.

Flug 253 nach Detroit und Individuen als Helden

28. Dezember 2009 von Philippe Mangold

Seit Ende 2001 wurden Milliarden Franken in die Verhinderung von Terroranschlägen und zur Verbesserung der nicht technisch bedingten Flugsicherheit investiert. An Weihnachten waren es aber nicht Metalldetektoren, Gepäckdurchleuchtungen oder teure Geheimdienste, die den Tod von Hunderten von Menschen verhindert haben. Es waren aufmerksame und mutig handelnde Passagiere und Besatzungsmitglieder!

Dies zeigt die Bedeutung und Wichtigkeit von Individuen und dass eben nicht alles staatlich reguliert und vorgeschrieben werden kann. Leider scheint die falsche Lektion gelernt worden zu sein: Neue Vorschriften besagen, dass Passagiere eine Stunde vor der Landung auf dem Sitz verharren müssen und nicht mehr aufs Handgepäck zugreifen können. Der Vorfall hat aber gezeigt, dass Individuen durchaus mit so einer Situation fertig werden können.

Soziales Auffangnetz

13. Dezember 2009 von Philippe Mangold

Die Bedeutung des sozialen Auffangnetzes (insbesondere der Arbeitslosenversicherung) liegt nicht nur im Gutmenschentum sondern trägt zum Wirtschaftswachstum bei. Arbeitnehmer sind dann nicht mehr existentiell auf ihre Arbeit angewiesen und stemmen sich daher auch nicht mit aller Kraft gegen mögliche Entlassungen (was anders wäre, wenn man befürchten müsste zu verhungern).

Dies hat den positiven Effekt, dass der der Druck auf staatliche Stellen NICHT zu Rettungsaktionen zu greifen verringert wird. Dies ist langfristig äusserst positiv, da so ein hoher Grad an „kreativer Zerstörung“ möglich wird; also der Verschiebung von Arbeitskraft und Kapital von unproduktiven zu produktiven und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen.

Ein Beispiel wie man es nicht machen sollte ist die Rettung der Autoindustrie in den USA. Arbeitsplätze werden nur kurzfristig und vordergründig gerettet. Der hauptsächliche Effekt ist aber das Fortführen eines schlechten Geschäftskonzepts, was langfristig für die Ökonomie schädlich ist.

NEIN zu Polizeiwillkür

24. Oktober 2009 von Andreas Seiler

Am 29.11.2009 stimmen wir über den Beitritt des Kantons Basel-Landschaft zum Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen und die Änderung des Polizeigesetzes ab. Es ist vorgesehen Gewalttäter mit einem Rayonverbot zu belegen. Damit dürfen sie sich vor, währen und nach einer Sportveranstaltung nicht mehr in der Umgebung des Station sowie z.B. in der Nähe des Bahnhof SBB aufhalten. Wer sich nicht an das Rayonverbot hält kann verpflichtet werden sich jeweils auf einem Polizeiposten zu melden. Weiter ist auch ein vorsorglicher Polizeigewahrsam möglich.

Wir unterstützen ein konsequentes vorgehen der Polizei gegen Gewalttäter. Die Verhältnismässigkeit und die Rechtsstaatlichkeit  muss aber gewahrt werden. Die Lage halten wir aber nicht für so schlimm, wie das meistens von den Medien dargestellt wird. An den meisten Spielen passiert nämlich rein gar nichts. Kleinere Schlägereien kommen leider machmal vor. Im Stadion befinden sich aber oft bis zu doppelt so viele Leute wie eine mittlere Gemeinde wie Pratteln Einwohner hat. Diese Verhältnisse müssen auch berücksichtigt werden.

Das Konkordat halten wir für rechtsstaatlich äusserst problematisch. Ein Rayonverbot ist eine einschneidende Strafe. So ist es zum Beipsiel mit einem Rayonverbot nicht mehr möglich währen einer Sportveranstaltungen in die Stadt zu gehen, da dabei die Sperrzone (St. Jokob oder Bahnhof SBB) durchquert werden müsste. Sportveranstaltungen finden fast an jedem zweiten Wochenende statt. Somit darf diese Stafe unserer Meinung nach nur verhängt werden, wenn die Schul des betroffenen eindeutig erwiesen ist. Dies ist mit dem Konkordat nicht der Fall. Denn für das Aussprechen eines Rayonverbots reicht schon die Aussage von privatem Sicherheitspersonal. Eine Beschwerdemöglichkeit gibt es praktisch nicht. Denn eine Beschwerde hat keine Aufschiebende Wirkung. Bis die Beschwerde vom Gericht behandelt wurde, ist die Strafe meistens schon fast verbüsst.

Weiter sieht das Konkordat vor das Aussprechen eines Rayonverbots an die privaten Sportvereine oder Stadionbetreiber zu melden. Der Betroffene hat nicht die Möglichkeit dies mit einer Beschwerde zu verhindern. Das halten wir aus Datenschutzgründen für sehr bedenklich.

Die Umsetzung bzw. Durchsetzung des Rayonverbots dürfte sehr schwierig werden, da unmöglich alle Personen kontrolliert werden können. Damit scheint die Massnahme auch untauglich.

Aus diesen Gründen lehnen die Jungfreisinnigen Baselland den Beitritt zum Konkordat und die Änderung des Polizeigesetzes entschieden ab.

NEIN zu neuen Subventionen für Flughäfen

24. Oktober 2009 von Andreas Seiler

Am 29.11.2009 stimmen wir über den Bundesbeschluss vom 3. Oktober 2008 zur Schaffung einer Spezialfinanzierung für Aufgaben im Luftverkehr ab. Heute wird auf dem Flugtreibstoff für private Innlandsflüge eine Abgabe erhoben. Internationale sowie kommerzielle Flüge dürfen aufgrund internationaler Abkommen nicht besteuert werden. Heute fliessen die Gelder aus dieser Abgabe zur Hälfte in die Bundeskasse und zur anderen Hälfte in den Strassenverkehr. Neu soll das Geld dem Luftverkehr zu gute kommen.

Auf den ersten Blick wird somit eine Quersuventionierung abgeschafft und das Geld aus den Flugtreibstoffen wieder für die Luftfahrt verwendet. Allerdings werden damit neue Subventionen für nichthoheitliche Aufgaben der Flughäfen geschaffen. Dies lehnen wir aus liberalen Überlegungen ab. Die Flughäfen sollen unternehmerisch handeln und ihre Aufwändungen durch Gebühren für die Benutzung des Flughafens selber finanzieren. Die neue Regelung kann weiter auch zu einer neuen Quersubventionierung des kommerziellen Luftverkehrs durch den privaten führen.

Da diese Abgabe offenbar nur auf einen kleinen Teil der Flugtreibstoffe erhoben werden kann, nähmlich nur bei privaten Innlandflügen, schlagen wir vor sie abzuschaffen. Damit wäre das Problem der Quersuvbentionierung auch gelöst.

Aus diesen Gründen lehnen die Jungfreisinnigen Baselland die Vorlage ab.

NEIN zum Minarett-Verbot

24. Oktober 2009 von Andreas Seiler

Am 29.11.2009 stimmen wir über die eidgenössische Volksinitiative vom 8. Juli 2008 “gegen den Bau von Minaretten” ab. Die Initianten wollen den Bau von Minaretten in der Schweiz verbieten.

Wer heute ein Minarett bauen will, muss auf dem ordentlichen Weg eine Baubewilligung beantragen. Dabei wird auch die Verträglichkeit mit dem Ortsbild in den geschützten Ortskernen geprüft. Es ist also bereits heute nicht möglich, dass plötzlich in allen Dörfern neben der Kirche ein Minarett steht.

Ein Verbot von Minaretten steht im Widerspruch zu zentralen Werten der schweizerischen Rechtsordung wie der Religionsfreiheit. Aus liberaler Sicht ist dieses unnötige Verbot sowieso abzulehnen.

Deshalb lehnen die Jungfreisinnigen Baselland diese unnötige und gefährliche Initative entschieden ab.

NEIN zur Exportverbots-Initiative

24. Oktober 2009 von Andreas Seiler

Am 29.11.2009 stimmen wir über die eidgenössische Volksinitiative vom 21. September 2007 “für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten” ab. Die Initianten wollen den Export sämtlicher Rüstungsgüter sowie den Export von Gütern, welche für zivile sowie Rüstungszwecke verwendet werden können (Dual-Use Güter)  verbieten.

Mit dieser Initiative werden in der Schweiz tausende von Arbeitsplätzen verloren gehen. Dies soll nun genau währen der Wirtschaftskrise geschehen. Weiter wäre die Sicherheit unseres Landes in Frage gestellt. Unsere Armee wäre vollständig vom Import von Rüstungsgütern abhängig. Eine schweizerische Rüstungsindustrie ohne Export zu betreiben wäre wirtschaftlich nicht möglich.

Bereits heute ist gesetzlich geregelt an welche Länder Rüstungsgüter exportiert werden dürfen und in welchen Situationen keine Rüstungsgüter geliefert werden dürfen.

Die Initianten gehen von einem vollkommen flaschen Weltbild aus. Mit der Lieferung von Rüstungsgütern schürt die Schweiz keine Kriege. Im Gegenteil, sie ermöglicht es demokratischen Staaten sich gegen Aggressoren zu verteidigen.

Aus diesen Gründen lehnen die Jungfreisinnigen Baselland diese gefährliche Initiative entschieden ab.

Zwölf

6. Oktober 2009 von Philippe Mangold

Das maximale Lohnverhältnis von Unternehmen soll höchstens 12:1 betragen, das fordern die JUSO in einer hoffentlich nicht ernst gemeinten Volksinitiative. Es stellt sich vor allem die Frage, weshalb 12 – ich vermute mal fern von jeder ökonomischen Realität – die richtige Zahl ist. Vielleicht weil 12 „ein Dutzend“ ist, oder weil es 12 Jünger gibt, die Jesus um sich versammelt hat. Vielleicht bezieht es sich auch auf die zwölf Sterne der Europaflagge oder auf die Bedeutung dieser Zahl im Islam (am Ende verbirgt sich hinter der Initiative noch eine Botschaft zur Minarett-Initiative).

Vielleicht sollte 12:1 eher eine Mindestforderung sein: Unternehmen müssen dem CEO mindestens das Zwölffache des Tiefstlohns bezahlen, um ein genügend grosses Lohngefälle und die damit verbundenen Leistungsanreize zu schaffen. Diese Anreize wirken sich wiederum positiv auf die Gesellschaft aus, in Form von Produktivität, Innovationskraft und Leistungsbereitschaft.

Die Jungfreisinnigen Baselland haben hier deutlich bessere Vorschläge, die noch in diesem Jahr präsentiert werden.